Chronik

1913

Am 01.01.1913 gründen Johann Steger und seine Frau Angelina Steger in Schweinfurt, in der Sattlerstraße 10, ein Fliesengeschäft. Sein Wissen erwarb sich Johann vorher bis Ende 1912 als Fliesenleger bei den Firmen Lottes und Gustav Groß in Nürnberg. Im ersten Weltkrieg wird auch Johann Steger zum Kriegsdienst eingezogen. Die Geschäfte werden daher von 1914-1918 durch seine Frau Angelina gemeinsam mit 2 Fliesenlegern fortgeführt. Zu dieser Zeit werden die Fliesen per Bahn nach Schweinfurt geliefert und mit dem Pferdegespann-Wagen vom Bahnhof zur Firma gebracht.

1929

Bedingt durch die gute Entwicklung nach der Inflation wird das Geschäft im Februar 1929 in die Luitpoldstraße 14 verlegt. Größere Objekte sind das Wasserwerk in Schweinfurt, die Berufsschule, die Ludwig-Pfeiffer-Schule und die Goetheschule.

Angelina Steger wird ab 1929 im kaufmännischen Bereich durch ihre Tochter Änni Steger unterstützt.

1932

Die Arbeiten zu dieser Zeit kosten noch viel Mühe und Schweiß. Es müssen sämtliche Materialien mit dem Handkarren - bestensfalls mit dem Ochsen- oder Pferdegespann - transportiert werden.

Schon zu dieser Zeit ist die Firma Steger für sorgfältige, gewissenhafte und technisch einwandfreie Arbeiten bekannt. Die Stadt Schweinfurt und die Großindustrie beweisen immer wieder durch neue Aufträge ihre Zufriedenheit.

1933

 

Steger übernimmt die Fliesenarbeiten im  Ernst-Sachs-Hallenbad. Hier der Blick zu den Fliesenlegern ins leere Schwimmbecken.

1935

Das Fliesengewerbe wird als selbständiges Handwerk anerkannt. Johann Steger hat somit die Berechtigung, Lehrlinge ausbilden zu dürfen.

1936

Auch im Willy-Sachs-Stadion in Schweinfurt, dem Städtischen Krankenhaus, dem Josefskrankenhaus und im evangelischen Gemeindehaus werden die Fliesen von uns verlegt.

Die Hersteller liefern die Fliesen nicht wie heute üblich in Kartons und auf Paletten, sondern einzeln in Zeitungspapier oder Holzwolle verpackt.  Die einzigen Werkzeuge der Fliesenleger sind Hauschiene, Fliesenhammer, Meisel, Kelle, Zange, Wasserwaage, Dorn und Schnur.

 

1939-1945

Kurz vor Kriegsausbruch brennt durch einen Blitzschlag der größte Teil des Lagers ab. Durch den zweiten Weltkrieg fällt das Anwesen in der Luitpoldstrasse dann fast komplett den Bomben zum Opfer. Die Belegschaft wird, bis auf einige Lehrlinge, zum Wehrdienst eingezogen. Viele Mitarbeiter kehren aus dem Krieg nicht mehr zurück.

1946

Die Nachkriegsjahre sind durch Aufträge zum Wiederaufbau der Stadt Schweinfurt und der Großindustrie geprägt. Danach kommt der große wirtschaftliche Aufschwung mit Objekten wie z.B. der amerikanischen Kaserne und der Wohnanlage für die Amerikaner.

Die Geschäftsleitung besteht damals aus Johann und Angelina Steger, Erwin Grau und Änni Grau-Steger.

1949

Im August 1949 wird die Firma Steger in die Handwerksrolle eingetragen. Zu diesem Zeitpunkt ist Steger bereits als Fachbetrieb weit über Schweinfurts Grenzen hinaus bekannt.

1955

Johann Steger mit seinem LKW - wie war er stolz auf seine Errungenschaft!

1957

Die Steger Fliesenleger bei der Arbeit im Schweinfurter Sommerbad.

1958

Änni's Sohn Walter beginnt am 15.07.1958 seine Kaufmannslehre im elterlichen Betrieb. Damit arbeitet bereits die dritte Generation in der Firma mit.

1964

Der Ausstellungsraum wird modernisiert und vom Hinterhof an die Strassenfront der Luitpoldstrasse 14 vorverlegt.

1965

Die Großbaustelle Horten (heute Galeria Kaufhof) ist der Anlass, weshalb zur Arbeitserleichterung der erste Stapler angeschafft wird. Zeitgleich wird die erste Marmorsägeanlage zur Anfertigung von Fensterbänken und Treppenstufen installiert.

1970

Willi Häring, der erste Fliesenlegermeister von Platten-Steger, feiert sein 40-jähriges Betriebsjubiläum. Er trat 1930 in die Firma ein, legte 1938 seine Fliesenleger-Meisterprüfung ab und war von da an bis 1977 unermüdlich, mit überdurchschnittlichem Einsatz für die Firma unterwegs.

1970

Ende der 60iger Jahre werden die Räume in der Luitpoldstraße einfach zu klein. Zudem wird das Abladen der LKW's immer schwieriger, da die Luitpoldstrasse mittlerweile zu einer der meist befahrenen Strassen gehört. Änni Grau-Steger und ihr Sohn Walter Grau erwerben deshalb ein Grundstück im neuen Gewerbegebiet im Schweinfurter Hafen in der Carl-Benz-Strasse und lassen dort ein Geschäftsgebäude mit Ausstellung, Lager und Marmorsägerei errichten. Dort befindet sich der Firmensitz bis heute.

1973

Schon bald stellt man fest, dass die Ausstellungsfläche mit 100 qm zu klein ist. Es wird deshalb links daneben angebaut und die Ausstellungsfläche auf 400 qm erweitert.

1975

In den Jahren von 1975 bis 2010 werden durch die Fliesen-Verlegeabteilung bundesweit viele Horten-Kaufhäuser, Hallen- und Freibäder und Kasernen gefliest.

1975

Konrad Karl wird als erster Außendienstler für den Fliesenhandel eingestellt.

1977

Nach langen Verhandlungen werden zwei Nachbargrundstücke erfolgreich dazu erworben, die Lagerfläche von Steger hierdurch vergrößert.

1978

Die Natursteinabteilung wird zu klein. Man entschliesst sich zum Neubau einer großen Halle in Stahl-Fertigbauweise auf dem 1977 erworbenen angrenzenden Grundstück.

1983

Es wird mit einem umfangreichen Ladenan- und Umbau begonnen. Die bisherige Ausstellung wird nun auf ca. 800 qm Verkaufsfläche erweitert.

1984

Ansicht nach dem Umbau

1990

Die bisherige Natursteinsägerei wird aufgrund des ständig wachsenden Maschinenparks und Lagerbestandes zu eng. Daher wird eine große, in Produktion und Natursteinlager aufgeteilte Halle neu gebaut.

1993

Nach erfolgreich abgeschlossenem BWL-Studium tritt die Tochter von Walter Grau,  Carolin Galanis (geb. Grau) und damit die vierte Generation in die Firma ein.

1995

Mit der Anschaffung der ersten Wasserstrahlmaschine beginnt bei Steger der Aufbau eines neuen Geschäftszweiges, die Entwicklung und Herstellung von Bordüren, Dekoren, Mosaiken und vielem mehr für die deutsche Fliesenindustrie. Hierfür wird 1995 die Firma Steger Design- und Produktions-GmbH gegründet.

2001

Aufsplittung der Platten-Steger GmbH in die heute bestehenden 5 Steger-Firmen, Handel, Verwaltung, Natursteine, Verlegung und Design unter dem Dach der Steger Holding GmbH & Co KG.

2002

Die für die Steger Design in der Carl-Benz-Strasse zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten werden aufgrund des stark wachsenden Maschinenparks und auch Personalstamms einfach zu klein. Die Geschäftsleitung, die mittlerweile aus dem Inhaber, Herrn Walter Grau, seiner Tochter, Frau Carolin Galanis und Herrn Ludwig Schuler besteht, beschließt, für die Firma Steger Design im Schweinfurter Maintal neu zu bauen. Im Frühjahr 2002 erfolgt der Umzug in die Londonstraße 18.

2004

Anfang 2004 erhält die Steger Design für ihre innovativen Leistungen und den unternehmerischen Mut des Inhabers, Walter Grau, den Mittelstandspreis der CSU.

2013

Die Firma Steger feiert 100jähriges Bestehen und darauf sind wir sehr stolz!

 

In Dankbarkeit gedenken wir den Firmengründern Angelina und Johann Steger,

deren Tochter Änni Grau-Steger

und ihrem Mann Erwin Grau, die die Geschäfte nach dem Tode der Firmengründer fortgeführt haben.

Wir bedanken uns bei allen ehemaligen und aktiven Mitarbeitern,die uns sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten durch ihre Arbeitskraft, ihren Ideenreichtum und ihren Einsatz für die Firma unterstützt haben und dies auch heute noch tun.

 

 

 

2013

Die Firmenleitung besteht aktuell aus den Geschäftsführern

 

Carolin Galanis

Ludwig Schuler

und dem Seniorchef Walter Grau.